Die häufigsten Formen von Hautkrebs sind:

Malignes Melanom:

Eine der bösartigsten Krebsformen überhaupt. Die Zahl der Melanomerkrankungen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ein Melanom kann sowohl innerhalb eines bestehenden Muttermals als auch auf gesunder Haut entstehen. Wird ein Melanom frühzeitig erkannt, ist meist Heilung möglich. Wichtig ist daher, dass Sie sich regelmäßig selbst von Kopf bis Fuß anschauen und regelmäßig die Hautkrebsvorsorge beim Hautarzt wahrnehmen. Durch eine spezielle Untersuchung mit einem Auflichtmikroskop ist meistens eine Abgrenzung von gut- oder bösartigen Veränderungen möglich. Im Zweifelsfall sollte die entsprechende Veränderungen jedoch entfernt und mikroskopisch untersucht werden. In einzelnen Fällen kann eine digitale Videodokumentation eines oder mehrerer Muttermale sinnvoll sein. So lassen sich Veränderungen innerhalb eines Muttermales genau beurteilen. Insbesondere Menschen mit einer großen Zahl an Muttermalen können so genau kontrolliert werden.

Basalzellkarzinom (Basaliom):

Das Basaliom tritt noch häufiger auf als das Melanom. Dieser Tumor bildet zwar im Gegensatz zum Melanom keine Tochtergeschwülste und ist nicht lebensbedrohlich. Da er aber häufig in der sonnenexponierten Gesichtshaut auftritt, kann er durch Einwachsen in Nase oder Augen große Probleme bereiten. Eine rechtzeitige Exzision der oft sehr unauffälligen, rötlichen oder hautfarbenen Tumoren ist daher wichtig.

Aktinische Keratosen (raue Lichtschwielen):

Was sind raue Lichtschwielen?

Eine Schädigung der Hornzellen der Haut durch UV-Strahlung im Sonnenlicht führt zu einer Verhornungsstörung und dem Wachstum atypischer Hornzellen in der Haut.

Raue Lichtschwielen sind daher Vorstufen des sogenannten Stachelzellkrebs oder auch Plattenepithelkarzinom, der zweithäufigsten Form von Hautkrebs. Etwa 10% der rauen Lichtschwielen entwickeln sich im Laufe der Zeit zu einem Stachellzellkarzinom.

Wie entstehen aktinische Keratosen?

Für die Entstehung von aktinischen Keratosen ist Dauer und Intensität der UV-Strahlung im Verlauf des gesamten Lebens wichtig. Daher nimmt die Häufigkeit der rauen Lichtschwielen mit zunehmendem Alter erheblich zu ( etwa 50% der über 70 jährigen sind betroffen). Die rauen Lichtschwielen entstehen daher auch vor allem in Bereichen der Haut die am meisten der Sonne ausgesetzt wurde. Dazu gehören Gesicht, Ohren, Nacken, Dekollete, Handrücken, Unterarme.

Wie werden aktinische Keratosen behandelt?

Verschiedene Verfahren (z.B. Kryotherapie, Laser, Curettage, Peeling, Immunmodulatoren wie Aldara und die photodynamische Therapie) können je nach Ausdehnung und Größe des Befundes zur Behandlung angewendet werden. Welche Methode im Einzelfall am sinnvollsten ist, muss Ihr Arzt entscheiden.

Was können Sie selbst zur Vorsorge tun?

Halten Sie sich nur mit ausreichendem Sonnenschutz in der Sonne auf. Sehen Sie sich ihre Haut regelmäßig genau an und nehmen Sie die Möglichkeit zur Hautkrebsvorsorge wahr.